Wir glauben an den dreieinen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er hat die Welt erschaffen, er liebt sie und erhält sie. Darin zeigt er seine Souveränität und Gnade.
Theologische Ausrichtung
Die Angehörigen der Akademie für Kirche und Gesellschaft stimmen mit dem historischen Glauben der Christenheit überein und betrachten das Apostolische Glaubensbekenntnis als verbindliche Grundlage.
Die Angehörigen der AKG stimmen mit der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz überein. Diese Glaubensgrundsätze wurde bei der Gründung im Jahr 1846 formuliert. Nachfolgend wird die dem heutigen Sprachempfinden nach neu formulierte deutschsprachige Fassung (März 2018) in ihrem Wortlaut wiedergegeben:
Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen. Er ist durch Sünde und Schuld von Gott getrennt.
Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, ist stellvertretend für alle Menschen gestorben. Sein Opfertod allein ist die Grundlage für die Vergebung von Schuld, für die Befreiung von der Macht der Sünde und für den Freispruch in Gottes Gericht.
Jesus Christus, durch Gott von den Toten auferweckt, ist der einzige Weg zu Gott. Der Mensch wird allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen.
Durch den Heiligen Geist erkennen Menschen Gott. Der Heilige Geist schafft durch die Wiedergeburt neues Leben und befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben. Er schenkt ihnen Gaben zum Dienen.
Jesus Christus baut seine weltweite Gemeinde. Er beruft und befähigt die Gläubigen, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln.
Jesus Christus wird für alle sichtbar in Macht und Herrlichkeit wiederkommen, die Lebenden und die Toten richten und das Reich Gottes vollenden. Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.
Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments, ist Offenbarung des dreieinen Gottes. Sie ist von Gottes Geist eingegeben, zuverlässig und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.
Geschichte der AKG
Die Akademie für Kirche und Gesellschaft (AKG) wurde im Herbst 2022 ins Leben gerufen. Heute bietet sie ein Diplomprogramm an, das für eine qualifizierte Mitarbeit in christlichen Gemeinden, Werken und Initiativen ausbildet. Gleichzeitig eröffnet es Möglichkeiten zu einem Weiterstudium in Theologie auf Bachelor- oder Master-Niveau.
Die Anfänge dieses Weges reichen zurück in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, als geistliche Aufbrüche die Kirchenlandschaft Österreichs prägten. Viele dynamische Freikirchen entstanden, und mit ihrem Wachstum wurde der Bedarf an gut ausgebildetem Personal immer dringlicher. In diesem Kontext wurden 2004 die Evangelikale Akademie Österreich (EVAK) mit Standorten in Wien, Graz und Villach sowie das Institut für Theologie und Gemeindebau (ITG) mit Standorten in Innsbruck und Linz gegründet.
2008 folgte die Akademie für Theologie und Gemeinde (AThG) in Wien. Alle drei Institute verfolgten das Ziel, theologische Bildung in Österreich dezentral zugänglich zu machen.
2015 entstand der Wunsch, in Österreich ein staatlich akkreditiertes Theologiestudium anzubieten. Daraus entwickelte sich 2016 das Akkreditierungsprojekt Campus Danubia, das die Zusammenarbeit der drei theologischen Ausbildungsstätten intensivieren sollte. Im Februar 2018 wurde der erste Akkreditierungsantrag als Privatuniversität bei der zuständigen Behörde eingereicht.
Im Sommer desselben Jahres wurden neue Räumlichkeiten in Wien direkt neben dem Hauptbahnhof bezogen, und bereits im Herbst startete das Ein-Jahres-Programm, das zu einem Zertifikat in Theologie führte.
Trotz aller Bemühungen stellte sich im April 2019 heraus, dass die Akkreditierung als Privatuniversität nicht erreicht werden konnte. Nach weiteren Entwicklungen wurde im Dezember 2020 ein neuer Antrag auf Akkreditierung vorgelegt. Doch auch dieser erhielt Anfang 2022 keinen positiven Bescheid. Diese Phase war herausfordernd und von Ernüchterung geprägt.
Dennoch konnten all die wertvollen Erfahrungen, das erarbeitete Netzwerk und das Engagement aller Beteiligten in eine neue, fruchtbare Richtung gelenkt werden. Zum 1. Oktober 2022 hin kam es zur Gründung der Akademie für Kirche und Gesellschaft (AKG).
Das Zertifikatsprogramm des Campus Danubia lief aus, und seither wird an der AKG ein Diplomprogramm angeboten, das einer fundierten theologischen Grundausbildung dient. Die Professorinnen und Professoren, die für die geplante Privatuniversität gewonnen worden waren, blieben der Einrichtung verbunden und begannen, die Qualität der Lehre an der AKG zu prägen.
Wichtige Meilensteine waren die Entscheidungen zu einer vertieften Zusammenarbeit mit der universitären theologischen Hochschule STH Basel seit 2024 und der Internationalen Hochschule Liebenzell – IHL seit 2025. Seit 2026 ist darüber hinaus eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Freien Theologischen Hochschule Gießen – FTH Gießen hinzugekommen. Diese Kooperation eröffnet für die AKG derzeit eine besonders tragfähige und strategisch wichtige Perspektive für ein anschlussfähiges Weiterstudium. Damit stehen Absolventinnen und Absolventen unterschiedliche Wege offen, ihr an der AKG begonnenes theologisches Studium akademisch weiterzuführen und gezielt zu vertiefen.
Heute ist die AKG eine bedeutende theologische Ausbildungsstätte in Österreich und bietet eine wertvolle Bildungsgrundlage für Menschen, die Gottes Ruf in Kirche und Gesellschaft folgen. Die Entwicklung der AKG zeigt, dass Widrigkeiten und Enttäuschungen nicht das Ende aller Hoffnungen bedeuten müssen, sondern sich als Beginn neuer, wertvoller Wege erweisen können.